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Dominik Terzer und Johannes Lamparter kämpfen bei der Junioren WM in Lahti um Gold, Silber und Bronze

Es ist wohl einer der Hotspots im nordischen Skisport, der dieser Tage zum Mittelpunkt für die besten Junioren und Juniorinnen wird. Das finnische Lahti ist Austragungsort der Nordischen Junioren Ski Weltmeisterschaften 2019. Bereits am kommenden Mittwoch beginnen die Bewerbe der Nordischen Kombination mit dem Einzelbewerb über 5 Kilometer.

Mitten im Starterfeld dieser Juniorenweltmeisterschaften befinden sich u.a. auch mit Dominik Terzer und Johannes Lamparter zwei Athleten der JumpandReach Family. Ihre Anfänge in der Kombination machten die beiden Tiroler gemeinsam in der Nordic Family in Absam und beiden waren auch schon vor vielen Jahren Teilnehmer beim legendären „JumpandReach Kids meet their idols“.

Für die beiden Tiroler sind es nicht die ersten Junioren Weltmeisterschaften. Bereits 2018 in Kandersteg waren die beiden Nordischen Kombinierer am Start und das nicht minder erfolgreich.
Der junge Absamer Dominik Terzer kam gleich mit zwei Mal Edelmetall um den Hals zum Empfang der „Nordic Family in Absam“, in der sowohl Dominik als auch Johannes ihre Anfänge machten. Vize Juniorenweltmeister im Einzel und Juniorenweltmeister im Team durfte sich der 19 Jährige somit stolz nennen.

Auch für Johannes Lamparter waren die letzten Junioren Weltmeisterschaften mit Gold im Team (u.a. mit Dominik Terzer) welche, an die er sich gerne zurück erinnert. Im November des letzten Jahres noch 3-facher  Vize-Staatsmeister und U17-Staatsmeister im Gewichtheben, geht es in wenigen Tagen um die Medaillen in der Nordischen Kombination.

Dominik Terzer: „Die letzten Juniorenweltmeisterschaften waren für mich natürlich der Wahnsinn und ich denke mehr als nur gerne daran zurück. Das sind einmalige Erinnerungen, aber ich muss für die heurige WM im Jetzt sein und von Rennen zu Rennen schauen. Die Karten werden neu gemischt und es kann Vieles passieren. Ich bin richtig glücklich, dass ich auch heuer wieder dabei sein kann bei dieser Junioren WM und ich werde versuchen die Atmosphäre zu genieße und mein Bestes zu geben.“

Johannes Lamparter: „Ich freue mich wirklich riesig, dass ich wieder Teil dieser Junioren WM sein darf. Ich freue mich auf das ganze Ambiente dort und nach dem Start beim Heimweltcup in der Ramsau ist das sicher DAS Highlight für mich. Die Konkurrenz wird dort sehr stark sein, aber ich messe mich gerne mit den Besten und freue mich darauf. Natürlich fährt man immer zu einer WM um nicht mit leeren Händen nach Hause zu kommen – aber das denken sich auch andere und ich muss einfach schauen, was dort für mich möglich ist.“

 

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Das Doppelzimmer Hayböck / Kraft steht in den Startlöchern für die 67. Vierschanzentournee

Die 67. Vierschanzentournee ist eine mit mehr oder weniger „speziellen“ Vorzeichen. Ein bunter Mix aus Siegern und Siegernationen ist kurz vor Beginn des jährlichen Skisprunghighlights auf den Ergebnislisten zu finden – feierten mit Klimov, Kobayashi und Geiger gleich drei Athleten in der noch frühen Saison ihre ersten Weltcupsiege.

Mit der morgigen Qualifikation am Fuße des Schattenbergs in Oberstdorf startet die berüchtigte Vierschanzentournee in ihre nächste Auflage. Auf der Schattenbergschanze im bayerischen Oberstdorf geht es bereits zum Tourneeauftakt um wichtige Meter und Punkte. Punkte und Meter um die auch die beiden Freunde und Zimmerkollegen Michael Hayböck und Stefan Kraft kämpfen werden.

Es wird wohl kein leichtes Unterfangen, mit den Besten mitzuhalten und vorne dabei zu sein. Darüber sind sich die beiden Kumpels einig. Die Vorfreude auf die Tournee und auf die Springen daheim ist dennoch sehr groß und weckt bei „Michl und Kraftl“ besondere Emotionen. Für Hayböck und Kraft gilt es auf der spektakulärsten Skisprungbühne weiter an Konstanz zu gewinnen, weiter zu arbeiten und die positiven Emotionen aufzusaugen.

Stefan Kraft: „Mit der Tournee steht jetzt natürlich, neben der WM im Februar, DAS Highlight auf dem Skisprungkalender. Wenn du als Skispringer Ende Dezember nach Oberstdorf anreist, dann weißt du, es ist Tourneezeit und es steht in den nächsten Tagen „Gänsehaut“ auf dem Programm. Die Springen in Innsbruck und Bischofshofen sind für mich und uns Österreicher selbstverständlich die Highlights der Tournee – dieses Gefühl dort am Balken zu sitzen, dafür wirst du eigentlich Skispringer!“

Michael Hayböck: „Ich habe in den letzten Wochen schon mit meiner Konstanz gekämpft und dementsprechend sind auch meine Erwartungen in Richtung Tournee, was meine Platzierungen anbelangt. Da muss ich realistisch sein. Nichts desto trotz ist die Vierschanzentournee etwas vom Größten für jeden Skispringer und ich habe gesehen, dass ich mit zwei guten Sprüngen im vorderen Mittelfeld landen und so auch mit mir zufrieden sein kann. Die Sportart ist wieder sensibler geworden und das wird die Tournee auch wieder zeigen – da bin ich mir sicher.“

 

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Johannes Lamparter als JumpandReach Botschafter 2018/19

Nach drei Jahren hat JumpandReach mit Johannes Lamparter wieder einen neuen, jungen Sportler ins Team aufgenommen. Johannes ist Nordischer Kombinierer und besucht derzeit das Skigymnasium in Stams. Schon im Alter von 6 Jahren begann er im Nordic Team Absam unter Trainer Andi Felder mit den ersten Sprüngen von der Schanze und erlernte zeitgleich das Langlaufen. Seither ist er begeisterter Nordischer Kombinierer.

Die bisher größten Erfolge feierte Johannes in der vergangenen Saison 2017/18. Bei der Junioren-WM im schweizerischen Kandersteg holte er sich, unter anderem gemeinsam mit JaR-Sportler Dominik Terzer, den Team-Weltmeistertitel. Am Ende der Saison stand Johannes als Gesamtsieger des Alpencups fest. Im heurigen Sommer startete er zum ersten Mal im Sommer Grand Prix und konnte mit einigen guten Platzierungen aufzeigen.

Wir freuen uns, Johannes auf einem Teilabschnitt seines Weges auch für alle sichtbar zu begleiten. Mit seiner Persönlichkeit und seinem Engagement ist der junge Nordische Kombinierer ein toller Botschafter für den Spirit der JumpandReach Familie!

KUUSAMO,FINLAND,24.NOV.18 - NORDIC SKIING, NORDIC COMBINED, CROSS COUNTRY SKIING- FIS World Cup, Nordic Opening, 10km Gundersen. Image shows Mario Seidl (AUT). Photo: GEPA pictures/ Harald Steiner

Mario Seidl feiert seinen 1. Weltcupsieg

Für den Salzburger Mario Seidl ging wohl gleich zu Beginn dieser noch jungen Saison ein Traum in Erfüllung. Der 26-Jährige holte sich gleich beim Auftakt in die Heim-WM Saison, im finnischen Ruka, seinen ersten Weltcupsieg!

Bislang waren es schon einige Top Ten Resultate und bis dato – mit den Plätzen 2 und 3 2017 in Pyeongchang und Platz 3 im März 2018 in Oslo – drei Podestplätze für Seidl. Der Weg hat gestimmt, die Resultate auch und Mario war bereits mehrmals dran an den besten Kombinierern der Welt.

Dass es am 24.11.2018 nahe des Polarkreises im finnischen Ruka für ganz oben gereicht hat, ist einmal mehr einer überragenden Sprungleistung aber auch einer soliden Laufleistung zu verdanken. Den Grundstein für das oberste Treppchen legte Mario nämlich schon auf der Schanze. Mit einem Wahnsinnssatz auf 145,5 (!) Meter setzte sich der Salzburger mit klarem Abstand an die Spitze des Feldes. Mit recht komfortablen 57 Sekunden Vorsprung auf den ersten Verfolger und wohl den „man to beat“ in dieser Saison, Jarl Magnus Riiber, ging Seidl auf die Loipe. Im Laufe des Rennens konnte Riiber den Rückstand zwar sukzessive verkleinern, aber Seidl an diesem Tag nicht gefährlich werden. Am Ende feierte Mario einen Start-Ziel Sieg, den ersten Weltcupsieg seiner Karriere und den ersten Sieg für die österreichischen Kombinierer seit Berni Gruber 2016.

Mario Seidl: „Im Weltcup ganz oben zu stehen ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Ich habe auf der Schanze einen Mega Sprung zeigen können und habe mir damit eine super Ausgansposition für die Loipe schaffen können. Es war immer schon mein Traum im Weltcup ganz oben zu stehen und dass es heute geklappt hat, ist wirklich unbeschreiblich schön.“

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Mario Seidl startet in Ruka in die WM Saison

Am kommenden Wochenende startet der Nordische Kombinierer Mario Seidl in die WM Saison. Nach der finalen Saisonvorbereitung am Bergisel in Innsbruck und in Seefeld geht es für Seidl & Co nun in den hohen Norden. Im finnischen Ruka geht es somit um die ersten Weltcuppunkte auf der Road to Seefeld 2019.

Nach einer optimalen Vorbereitung, dem Doppelstaatsmeistertitel und dem Gesamtsieg in der Wertung des Sommer Grand Prix geht Mario mit einem guten Gefühl und einer guten Portion Selbstvertrauen in die kommenden Saison.

Mario Seidl: „Mir taugt der Bergisel richtig gut, deshalb war es für mich der ideale Ort, um mir den letzten Feinschliff für Ruka, was ja die größte Schanze im Weltcup ist, zu holen. Langlauftechnisch haben wir uns in Rovaniemi und dieses Wochenende noch in der Leutasch vorbereitet, da fühle ich mich auch gut. Zuversichtlich stimmt mich, dass ich eine ideale Vorbereitung hatte ohne gröbere Erkrankungen oder Verletzungen.“

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Michael Hayböck und Stefan Kraft starten im polnischen Wisla in die Heim-WM-Saison

Es waren einmal mehr viele Stunden des Trainings und der Vorbereitung, die die beiden Zimmerkollegen Michael Hayböck und Stefan Kraft im Frühjahr, Sommer und Herbst absolvierten. Nun ist die Vorbereitung Geschichte und die Skisprungwelt, mit all ihren Nationen, Teams, Fans, Betreuern etc. wartet schon gespannt auf die Früchte dieser harten Arbeit.

Es war ein Sommer mit „ups and downs“ im Doppelzimmer Hayböck/Kraft. Speziell die gewohnte Konstanz war es, die in diesem Sommer nicht so recht zum „Mitbewohner“ im wohl bekanntesten Doppelzimmer im Skisprungzirkus werden wollte.

Nichts desto trotz, werden die Uhren ab Wisla neu gestellt und die Skisprungfamilie zeigt sich mit seinen Akteuren wieder im Rampenlicht. Noch sind ein paar Fragen zur Konkurrenz und auch zur eigenen Form / Status Quo offen – in wenigen Tagen aber werden diese am Balken im polnischen Wisla beantwortet…

Stefan Kraft: Im letzten Jahr ist es mir vom Gefühl her leichter gefallen einzuschätzen wo ich selbst aber auch die Konkurrenz steht. Die Konstanz war im Sommer leider ein seltener Gast bei mir, aber ich möchte mich steigern und in Wisla und darüber hinaus meinen persönlichen „Steigerungslauf“ starten.“

Michael Hayböck: „Ich habe mein Konzept und meinen Plan beieinander, das steht fest. Nichts desto trotz muss auch ich schauen, wo ich persönlich stehe und was die anderen Springer machen. Ich für mein Gefühl habe im Sommer auch noch nicht die Konstanz aufbauen können, die ich gewohnt bin.“

 

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Die JumpandReach Familie bei den österreichischen Meisterschaften

Etwas mehr als eine Woche nach dem Finale des Sommer Grand Prix der Skispringer in Klingenthal war Bischofshofen der „Place to be“ für Skispringer, Nordische Kombinierer und deren Fans. In Bischofshofen sollten nämlich die österreichischen Meister von der Großschanze ermittelt werden.
In gewohnt familiärer Atmosphäre und vor den Augen einiger Zuschauer und Unterstützer kämpften die JumpandReach Sportler Michi Hayböck, Stefan Kraft und Mario Seidl um den Titel.

Bei teils wechselnden Bedingungen lachte bei den Spezialspringern Michi Hayböck am Ende von Platz zwei hinter dem späteren Sieger Dani Huber. Stefan Kraft wurde hinter Philipp Aschenwald und Manuel Fettner an diesem Tag Fünfter. In der Nordischen Kombination war Mario Seidl an diesem Tag nicht zu schlagen. Mario legte bereits auf der Schanze mit 134,5 Metern den Grundstein für den Staatsmeistertitel. Als Zweiter hinter Kollege Franz Josef Rehrl ins Rennen gegangen, zeigte Mario eine starke Laufleistung und lachte anschließend vom obersten Treppchen. Dominik Terzer landete auf Rang 12.

Drei Tage später wurden in Hinzenbach die österreichischen Meister von der Normalschanze ermittelt.
Bei den Spezialspringern konnte Michi Hayböck seine Form mitnehmen und sicherte sich daheim in Hinzenbach vor Daniel Huber und Clemens Aigner den Staatsmeistertitel.

In der Nordischen Kombination war Mario Seidl einmal mehr der Mann der Stunde. Der Salzburger war auch an diesem Tag nicht zu schlagen und durfte sich somit Doppelstaatsmeister nennen. Dominik Terzer erkämpfte sich auf der Normalschanze den 11. Rang.

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Saisonresumee Mario Seidl

Für den Nordischen Kombinierer Mario Seidl war die Saison 17/18 mit den ersten Olympischen Spielen natürlich eine sehr spezielle. Mit den Bewerben im deutschen Schonach nahm allerdings auch diese Olympische Saison ihr Ende.

Mario zeigte im heurigen Weltcupwinter durchwegs konstante Leistungen und war einige Mal in den Top 10, einmal auf dem vierten Platz und einmal im Einzel auf dem Podest zu finden.

Ein Podest allerdings, hätte sich der Salzburger wohl nicht schöner aussuchen können. Bei seinen ersten Olympischen Spielen im südkoreanischen Pyeongchang ging für Mario Seidl gleich ein Traum in Erfüllung.

Mario war gemeinsam mit Willi Denifl, Lukas Klapfer und Bernhard Gruber auf den hervorragenden 3. Platz gelaufen und holte somit die Olympische Bronzemedaille im Team.

Ein unglaublicher Moment für alle vier. Die Taktik, die Japaner in Schach zu halten, ging an diesem Tag genau auf und am Ende war es Schlussläufer Mario Seidl, der die Bronzene über die Ziellinie bringen durfte und dann von seinen Teamkollegen feierlich im Ziel empfangen wurde.

Ein Moment, den der junge Salzburger sicher nie wieder vergessen wird.

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Saisonresumee Michl & Kraftl

Mit dem traditionellen Bewerb in Planica fand eine weitere Saison für die Zimmerkollegen Michi Hayböck und Stefan Kraft ihr Ende. Es war keine „gewöhnliche“ Saison für die JumpandReach-Sportler, denn es war eine mit „Olympischen Vorzeichen“.

Stefan Kraft schloss beim Weltcupauftakt in Wisla gleich an seine alte Form an, gewann die Qualifikation und heimste im Einzel den starken dritten Platz ein. In weiterer Folge war Kraft immer wieder in Schlagdistanz zur Weltspitze, lediglich auf den ganz großen Bühnen war der Salzburger nicht von Erfolg und Glück gekrönt – bei der Vierschanzentournee hatte Krafti kurze Zeit sogar sein „Gefühl verloren“. In Oberstdorf bei der Skiflug-WM musste er sich mit einem starken aber undankbaren 4. Platz begnügen. Bei den Olympischen Winterspielen sammelte der 24-Jährige einiges an Erfahrung, aber mit einer Medaille wollte es dieses Mal nicht sein. Während der anschließenden Raw Air Tour in Norwegen war Krafti bei zehn Bewerben nie schlechter als Achter, drei Mal am Podest und insgesamt starker Vierter in der Gesamtwertung. Beim Saisonabschluss in Planica zeigte Stefan noch einmal seine Klasse, belegte die Spitzenplätze 2 und 3 und fand somit einen würdigen Abschluss einer äußerst konstanten Saison.

Stefan Kraft geht somit mit 8 Einzelpodesplätzen, einigen 4. Plätzen u.a. auch im Gesamtweltcup in die Pause und in die anschließende Sommervorbereitung.

Für Zimmerkollege Michael Hayböck hielt diese Saison das ein oder andere Schnippchen bereit, nichtsdestotrotz leistete Michi immer wieder sehr Großes. Die finale Vorbereitung begann für den Oberösterreicher gleich denkbar ungünstig. Beim Trainingslager auf Zypern überknöchelte Hayböck ein paar Wochen vor Weltcupbeginn, womit die Vorzeichen auf „schwierig“ standen. Der weitere Saisonverlauf kam einer Hochschaubahn gleich und Michi musste sehr viel leisten um wieder in die Spur zu kommen. Doch Hayböck zeigte in dieser Phase Außergewöhnliches und steigerte sich von Woche zu Woche. Pünktlichst zu den Olympischen Spielen war Michi gut in Form, konnte dort gute Sprünge zeigen, war einer Medaille nahe und landete am Ende auf dem starken 6. Rang – verzeichnete in Südkorea bei seinen zweiten Olympischen Spielen somit sein bestes Saisonergebnis.

Die anschließende Raw Air hielt mit dem schönsten Augenblick in dieser Saison wohl eine kleine Überraschung für Michi und Zimmerkollege Stefan Kraft bereit: Beim Bewerb in Olso stand Michi am Ende des Einzelbewerbes mit seinem Kumpel Stefan, der an diesem Tag zweiter wurde, am Podest. Ein unglaublicher Moment in einer herausfordernden Saison, in der Michi Hayböck hinter den Fassaden immer wieder Unglaubliches geleistet und sich Schritt für Schritt wieder weiterentwickelt hat.

Alles in allem war es eine sehr ereignisreiche Saison für die beiden Freund Michl & Kraftl. Eine Olympische Saison, die Sportler und auch deren systemischen Coach Patrick Murnig, einiges abverlangte und dennoch für die Zukunft und die persönliche Entwicklung eines jeden der Sportler viel an wertvollem Input geliefert hatte.

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Das war die Raw Air Tour 2018…

10 Wettkämpfe an 10 Tagen – 4 Qualifikation, 4 Einzel- und 2 Teambewerbe, 0 Ruhetage – das war die Raw Air Tour 2018 in Norwegen.

Die wohl „extremste Skisprung Tour der Welt“ hat auch heuer ihrem Namen alle Ehre gemacht und war für sämtlich Sportler ein richtiger Kraftakt spät in der Olympiasaison. Auch Michael Hayböck und Stefan Kraft reisten mit ganz unterschiedlichen Gefühlslagen zum Norwegischen Pendant der Vierschanzentournee.

Stefan Kraft kam mit vier Podestplätzen ins winterliche Norwegen. Die Erinnerungen an die letztjährige Raw Air Tour waren freilich sehr gut – konnte Kraft die Premiere der Raw Air im letzten Jahr ja gewinnen und gleichzeitig beim Teambewerb in Vikersund 2017 mit 253,5 Metern einen neuen Weltrekord springen. Die Vorzeichen waren in diesem Winter allerdings andere.

Nichts desto trotz konnte Krafti auch bei der diesjährigen Raw Air durchaus überzeugen, war bei allen 8 Einzelspringen nie schlechter als Achter und konnte mit zwei zweiten Plätzen in Oslo  und Trondheim ordentlich aufzeigen. Der Podestplatz in Oslo dürfte Stefan wohl noch ein wenig in Erinnerung bleiben – denn der 3. Platzierte an diesem Tag und somit gemeinsam mit Stefan am Podium war kein geringerer als sein sehr guter Freund und Zimmerkollege Michi Hayböck.

Apropos Hayböck: Michi kam in Pyeongchang immer besser in Fahrt und konnte sich mit einem immer besser werdenden Gefühl stätig steigern. Pünktlich zu Olympia fand Hayböck zu seinen besten Sprüngen und trat am Ende mit seinem bis dato besten Einzel-Saisonergebnis (Platz 6) die Heimreise aus Südkorea an. Für Michael Hayböck war die anschließende Raw Air Tour eine Art Spiegelbild der bisherigen Saison. Tag 1 startet für Michi mit Platz 33 in der Qualifikation von Oslo. Zwei Tage später stand der Oberösterreicher gemeinsam mit Zimmerbuddy Stefan Kraft fast schon „sensationell“ am Podest.  Es waren einmal mehr wichtige und sehr wertvolle Erfahrungen und Emotionen, die dieses Jahr bei traumhaften Skisprung-Bedingungen in Skandinavien gewonnen werden konnten.

Unterm Strich bleibt eine Raw Air, die von einem Kamil Stoch dominiert wurde und die einmal mehr die Norges in bestechender Form präsentierte. Für die beiden Freunde und Kollegen Michl & Kraftl hielt die Tour speziell an Tag 3 beim Einzelwettkampf in Oslo mit einem gemeinsamen Podest eine kleine Überraschung und tolle Emotionen bereit.

Nach 1,2 Tagen Pause reisen Hayböck und Kraft zum Abschluss-Skifliegen nach Planica, wo bereits am Donnerstag die Qualifikation stattfinden wird.